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Mediation (lat. Vermittlung) ist ein außergerichtliches, nicht öffentliches Verfahren zur konstruktiven Regelung eines Konfliktes, bei dem die Konfliktparteien mit Unterstützung eines Dritten -des Mediator-nach einvernehmliche Lösungen suchen, die ihren Bedürfnissen und Interessen dienen. Inzwischen ist bei allen Gerichten das Mediationsverfahren eingeführt worden.

Grundlegendes Ziel der Mediation ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung. Die Mediation dient der gütlichen Einigung zwischen den Parteien (Medianten), fragt nicht nach  "Schuld", sondern danach, wie die Parteien in Zukunft miteinander umgehen wollen (lösungs- und zukunftsorientiert). Dabei entscheidet nicht der Mediator, sondern ausschließlich die Parteien, worüber sie verhandeln und wie sie ihren Konflikt lösen wollen. Wichtige Grundforderungen für die Durchführung einer Mediation sind die Freiwilligkeit, die Vertraulichkeit (des im Rahmen des Verfahrens ausgetauschten Wissens), die Ergebnisoffenheit aller Beteiligten (keiner knüpft seine Teilnahme an Vorbedingungen) und die Allparteilichkeit des Mediators. Neutrales Verhalten wäre hier zu wenig.

In einem Mediationsverfahren fehlt der Entscheider, im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren (Entscheider ist u.a. der Richter). Die Medianten lösen "mittels" des Mediators als neutralen Begleiter den Konflikt eigenständig.

Die systematische  Anwendung der Mediation ist relativ neu und stammt aus den USA. Sie basiert auf Erkenntnissen der interdisziplinären Konflikt- und Kommunikationswissenschaften und hat als Basis:   Das Havard -  Konzept.

Dieser Klassiker der Verhandlungsstrategie setzt auf " win - win ". Es gelten hier vier Grundsätze:
1. Trenne Mensch und Problem (Situation) voneinander,
2. Verhandele Interessen - nicht Positionen,
3. Finde Optionen, die allen Vorteile bringen,
4. das Ergebnis beruht auf objektiven Kriterien.

Mediation, die Vermittlung durch einen Dritten - des Mediators - ist ein strukturiertes Verfahren zur Lösung des Konflikt in sechs Phasen.

Phase 1 Mediationsverfahren: Der Mediator erläutert den Konfliktparteien im Einzelnen die Grundlagen der Mediation.

Phase  2 Informations u. Themensammlung:  In dieser Phase wird geklärt, worüber zwischen den Parteien Einigkeit und worüber Uneinigkeit besteht.

Phase 3 Klärung der Interessen und Bedürfnisse: Der Mediation liegt der Gedanke zugrunde, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern dass jeder Mensch seine eigene subjektive empfundene Wirklichkeit hat.

Phase 4 Kreative Ideensuche/ Bildung von Lösungsoptionen:  Die nun in Phase 3 herausgestellten Interessen und Bedürfnisse fordern die Konfliktparteien zur Kreativität für eine einvernehmliche Konfliktlösung.

Phase  5 Bewertung und Auswahl der Lösungsoptionen: Diese Phase hat zum Ziel, die Optionen auf ihre Realisierbarkeit hin zu überprüfen.

Phase  6 Mediationsvereinbarung: Zum Verfahrensabschluss einer Mediation gehört die Vereinbarung/ Abschluß  des Lösungspaketes.